Editionen
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Philipp Mainländer hat sich am 1. April 1876 das Leben genommen. In seinem Todesjahr vollendet er seine zweibändige, 1.300 Seiten umfassende „Philosophie der Erlösung“. Sie propagiert einen Schopenhauer noch überbietenden kosmischen Pessimismus, für den der Weltprozeß mit Abnutzung, Seinsverschleiß und Wirklichkeitszersetzung gleichzusetzen ist. Damit entwirft Mainländer die erste und einzige Metaphysik der Entropie.

Philipp Mainländer: Die Philosophie der Erlösung. Ausgewählt und mit einem Vorwort versehen von U. Horstmann. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1989.


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Die Beiträge beschäftigen sich mit Themen aus den Bereichen: Utopieforschung, Satiretheorie, Dramentheorie, Übersetzungskritik, moderne Literaturtheorie und Stilgeschichte. Literaturhistorische Arbeiten sind ebenso vertreten wie Untersuchungen zu einzelnen Autoren wie William Shakespeare, Alexander Pope, David Hume, William Blake, S.T. Coleridge, Bernard Shaw, E.M. Forster und James Joyce.

U. Horstmann/Wolfgang Zach (Hrsg.): Kunstgriffe. Auskünfte zur Reichweite von Literaturtheorie und Literaturkritik. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main; Bern; New York; Paris 1990.


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Fesselnd und dramatisch zugespitzt wird der harte Daseinskampf der Menschen und der Tiere in Jack Londons berühmtesten Tierromanen durch die Neuübersetzung zu einem neuen, sprachgewaltigen Leseerlebnis. Wird in „Ruf der Wildnis“ der zahme Schlittenhund Buck zum reißenden Wolf, so wird in „Wolfsblut“ der allmähliche Übergang von der Wildheit des Tieres zum Begleiter und Helfer der Menschen geschildert.

Jack London: Alaska-Erzählungen. Neuübersetzung aus dem Amerikanischen von Rainer von Savigny. Herausgegeben von U. Horstmann. Winkler Verlag, München; Zürich 1990.


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Jack London – ein Mythos des 20. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Werk, „Der Seewolf“, ein Roman der Grenzsituationen von großer Sprachgewalt, wird hier in einer brillanten, vollständigen Neuübersetzung vorgelegt.

Jack London: Der Seewolf. Herausgeben, mit einem Nachwort versehen und –unter Mitarbeit von Georg Heinemann und Joseph Pesch – aus dem Amerikanischen übertragen von U. Hostmann. Winkler Verlag, München; Zürich 1990/2001.


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Jack London: Ruf der Wildnis. Wolfsblut. Neuübersetzung aus dem Amerikanischen von Rainer von Savigny. Herausgegeben und mit einem Nachwort von U. Horstmann. Artemis & Winkler, München; Zürich 1991/2001.


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Jack London: Südseegeschichten. Neuübersetzung aus dem Amerikanischen von Renate Sander. Herausgegeben von U. Horstmann. Ausgewählt und mit einem Nachwort von Uwe Böker. Artemis & Winkler, München; Zürich 1991.


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„Monströs und verwunderlich erscheint Burton nicht das Vergeblichkeitsgefühl des Melancholikers, sondern gerade der Illusionismus der Realitätstüchtigen, die Selbstüberhebung und Selbstauratisierung der Sieger, Macher und Kulturheroen.“

Robert Burton: Anatomie der Melancholie. Aus dem Englischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von U. Horstmann. Artemis Verlag, Zürich 1988.


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„Das, was er (Burton) zu Papier bringt, ist nicht verrückt, sondern wahrhaftig, und eben deshalb ver-rückt es die Parameter der Normalität so weit, daß immer etwas von der fatalen Gesundheit der ‚Absonderlichen‘ und etwas vom pausbäckigen Siechtum der ‚Kerngesunden‘ zum Vorschein kommt.“

Robert Burton: Anatomie der Melancholie. Aus dem Englischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von U. Horstmann. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1991.


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In diesem Lesebuch ist eine illustre Gesellschaft des „angeschwärzten Lebensgefühls“ versammelt, die den Facettenreichtum der melancholischen Geisteshaltung in der Neuzeit vor Augen führt. Wer ihre Texte liest, wird entdecken, daß Melancholie keineswegs die Dumpfheit des Trübsalblasens ist. Vielmehr ist sie jene mit Humor und ironischem Hintersinn gepaarte Distanz zur Welt, die uns dem Terror des Alleinseligmachenden und der Heilsbotschaften entzieht.

U. Horstmann (Hrsg.): Die stillen Brüter. Ein Melancholie-Lesebuch. Junius Verlag, Hamburg, 1992.


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„Es brennt im Frühjahr 1882 in einem möblierten Zimmer, Huntley Street No 7. Als der Vermieter hereinstürzt, sitzt der völlig betrunkene Thomson reglos auf einem Stuhl und starrt in die Flammen. Er hat das Seil losgelassen. Eine haltlose Existenz, die auf der Suche nach Fusel und einem billigen Rausch in ausgetretenen Hausschuhen durch die Straßen schlurft.“

James Thomson: Nachtstadt und andere lichtscheue Schriften. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen on U. Horstmann unter Mitarbeit von G. Heinemann. Haffmans Verlag, Zürich 1992.


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In seiner Art ist „Das Bildnis des Dorian Gray“ ein perfektes Buch. Bis ins letzte ausgeklügelt die Balance zwischen Realität und Fiktion, messerscharf treffen die Paradoxien aufeinander, anregend sind nach wie vor die Thesen zu Kunst und Leben, überzeugend wirkt die Schilderung der Dekadenz, des Dandyismus und der Nachtseiten der Großstadt, und das Verbrechen nimmt mit atemberaubender Subtilität seinen Lauf.

Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray. Übersetzung und Anmerkungen von Ingrid Rein. Nachwort von U. Horstmann. Reclam Verlag, Stuttgart 1992.


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„Wenn der Herausgeber es ernst meint mit seiner Lobrede auf das vogelfreie, asystematische, zugleich vor- wie nachwissenschaftliche Denken, muß er den Nutzen seiner eigenen Anstrengungen nicht nur in Zweifel ziehen, mein er muß widerrufen und ins gegnerische Lager überlaufen. Was ich hiermit öffentlich und mit fliegenden Fahnen tue. Auf ihnen steht der Satz des späteren Butler: ‚We want a Society fort eh Suppression of Erudite Research‘ und darunter mein erster eigener Aphorismus über den Aphorismus: Gedankenlose für Gedankenlose.“

English Aphorisms. Ausgewählt und herausgegeben von U. Horstmann. Reclam, Stuttgart 1993.


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Jonathan Swift gilt als einer der größten Satiriker, wofür sein „Tonnenmärchen“ („A Tale of a Tub“) ein markantes Beispiel ist: „geschrieben zur allgemeinen Verbesserung der Menschheit“ und ausgerichtet „gegen Mißstände und Auswüchse im Bereich der Gelehrsamkeit und der Religion“.

Jonathan Swift: Ein Tonnenmärchen. Übersetzung von U. Horstmann. Reclam Verlag, Stuttgart 1994.


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Ted Hughes, geboren 1939, ist nicht selten zum Tierdichter verharmlost oder aber als Verherrlicher des Gewaltsamen und Gewalttätigen angefeindet worden. Inzwischen allerdings gilt er der Kritik als der „originellste und bedeutendste Lyriker“ seiner Nation. Die hier vorgelegte Auswahl vermittelt einen Eindruck von der Bandbreite seines Schaffens und stellt zugleich die entscheidenden Entwicklungsschritte von „The Hawk in the Rain“ (1957) bis „Wolfwatching“ (1989) vor.

Ted Hughes: Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen von U. Horstmann. Mattes Verlag, 1995.


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„Als Nachtstadtführer bewegt sich Thomson überall dort mit traumwandlerischer Sicherheit, wo das Neue Jerusalem der religiösen Verheißung oder eines fortschrittsgläubigen Optimismus hinter dem Horizont versunken ist. Und selbst der lange, von einer über zweijährigen Phase literarischer Untätigkeit unterbrochene Schöpfungsprozeß gewinnt im nachhinein die Qualität des Zielgerichteten und Irrtumsfreien.“

James Thomson: Nachtstadt 1-3. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von U. Horstmann. Bunte Raben Verlag, 1997.


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„Auf dieser Welt gibt es nur zwei Tragödien. Wenn Wünsche enttäuscht und wenn sie erfüllt werden. Das zweite ist viel schlimmer.“

„Mein Name ist Prinz Paradox“. Oscar Wilde zum Vergnügen. Herausgegeben von U. Horstmann. Reclam Verlag, Stuttgart 2000.


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Diese vergnügliche Anthologie enthält ein Feuerwerk Wildescher Geistesblitze, vorwiegend aus den Komödien und Briefen. Die deutsche Ausgabe dieser Sammlung liegt unter dem Titel „‚Mein Name ist Prinz Paradox – Oscar Wilde zum Vergnügen“ in Reclams Universal-Bibliothek vor.

Oscar Wilde for Pleasure. Herausgegeben von U. Horstmann. Reclam Verlag, Stuttgart 2002.


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„Als man den schon arrivierten Philip Larkin einmal bat, sich selbst zu beschreiben, erledigte er das mit den Worten ‚a balding salmon‘. Diese treffsichere Karikatur als ‚glatziler Lachs‘ verrät einen, wenn nicht den entscheidenden Persönlichkeitszug. (...) Nicht anders ist auch die künstlerische Biographie von Philip Larkin ein Aufstieg gegen den Strom, durch fast trockengefallene Flußbetten und in hohem Bogen über die Wehre des Modernismus, Akademismus und Elitarismus hinweg.“

Philip Larkin: Hier. Gedichte. Übertragen und kommentiert von U. Horstmann. Privatdruck, Marburg 2002.


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„Ich sehe mit verschränkten Armen zu, wie Mainländer die zweite Hälfte des Stapels der ‚Philosophie der Erlösung‘ auf den Dachboden der schafft und aus dem Rest in seinem Zimmer ein Podest baut und es besteigt . Die Schlinge hängt schon am richtigen Platz. Griffbereit. Dann beginnt die Beinarbeit. Der 34jährige Weltenträtseler streift sie über den Kopf, ruckt sie fest. Die Bücher stieben davon. Das Seil strafft sich. Ein forciertes Luftanhalten setzt ein.“

Philipp Mainländer: Vom Verwesen der Welt und anderen Restposten. Herausgegeben und eingeleitet von U. Horstmann. Manuscriptum, Waltrop 2003.


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Burtons Riesenwerk handelt von einem Leiden, das jeder kennt. Die moderne Medizin möchte es auf den klinischen Begriff der Depression reduzieren, aber damit ist es nicht getan. Denn die Melancholie ist von der Condition humaine nicht zu trennen; nur dem Stumpfsinnigen ist sie unbekannt. Burton ist ein glänzender Erzähler und ein scharfsichtiger Psychologe. Noch im Jahr 2001 hat ein Kritiker behauptet, es sei „the book to end all books“.

Robert Burton: Die Anatomie der Schwermut. Aus dem Englischen mit einem Essay von U. Horstmann. Eichborn, Frankfurt am Main 2003.


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Dies ist eine literaturwissenschaftliche Publikation und Provokation. Sie unternimmt – am Beispiel Philip Larkins – den Versuch, die konventionelle Interpretationspraxis zu substituieren durch das Zusammenspiel von Übersetzung und (kurzem) Kommentar. Damit grenzt sie ihren Geltungsanspruch zunächst auf ein bestimmtes, aber sehr umfangreiches Textkorpus ein: das fremdsprachige Gedicht.

U. Horstmann: Das Larkin-Projekt. Probeläufe einer hybriden Gedicht-Lektüre. Shaker Media, Aachen 2007.


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Es war Homer, der die Urszene aller Totenreisen schuf und damit eine Tradition begründete, die bis in die Gegenwart reicht. Aber wie sieht es nun aus, das Jenseits der Dichter? Welche Schattenreiche hat ihre Phantasie hervorgebracht? Für die vorliegende Anthologie wurden Texte aus rund zweieinhalb Jahrtausenden ausgewählt. Entstanden ist ein dunkles Kaleidoskop, das die Unterwelt meist Angst einflößend und bedrohlich zeigt, seltener ironisch gebrochen oder lustvoll parodiert.

U. Horstmann (Hrsg.): Schattenspiele: Eine Lesereise ins Jenseits der Dichter. Lambert Schneider, Darmstadt 2011.


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Es gibt die weitverbreitete Tendenz, Melancholie als alternative Bezeichnung für Niedergeschlagenheit und Depression zu benutzen. Die vorliegende Anthologie möchte diese Begriffsverwirrung korrigieren und Schwermut als eine Geisteshaltung vorstellen, die gerade nicht mit Resignation und Lethargie auf die Vergänglichkeit reagiert. Vielmehr erzeugt das Nicht-festhalten-Können im Melancholiker eine gewisse Überwachheit, eine einzigartige Sensibilität für die Fülle und Schönheit der sich entziehenden Welt.

U. Horstmann (Hrsg.): Die Untröstlichen: Ein Melancholie-Lesebuch. Lambert Schneider, Darmstadt 2011.



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